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	<title>Namibia-Blog &#187; animals</title>
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	<description>Neuigkeiten aus Namibia</description>
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		<title>The Namibian (8) &#8212; Erinnerungen aus Namibia</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Jun 2009 12:01:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>carolin</dc:creator>
				<category><![CDATA[praktikum]]></category>
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		<description><![CDATA[Hallo nach Duitsland! Am 17. Mai kam Besuch aus Deutschland: ich hatte mich mit Steffen mitten in Windhuk an einer dort in der Fussgaengerzone aufgestellten Gruppe von Meteoriten verabredet. Wir wollten uns einen Wagen mieten, um damit in den zwei Wochen seines Urlaubs Namibia zu erkunden. Dank einer Verkettung ungluecklicher Zufaelle trafen wir uns jedoch [...]]]></description>
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<p>Hallo nach Duitsland!</p>
<p>Am 17. Mai kam Besuch aus Deutschland: ich hatte mich mit Steffen mitten in Windhuk an einer dort in der Fussgaengerzone aufgestellten Gruppe von Meteoriten verabredet. Wir wollten uns einen Wagen mieten, um damit in den zwei Wochen seines Urlaubs Namibia zu erkunden. Dank einer Verkettung ungluecklicher Zufaelle trafen wir uns jedoch nicht in der Stadtmitte …<span id="more-85"></span>– wo ich stundenlang vergeblich wartete –, sondern in unserer Unterkunft. War ich vielleicht sauer! Naja, um es kurz zu machen: so uebel, wie die Tour angefangen hatte, ging sie in jedem Fall nicht weiter.</p>
<p><span id="more-8"> </span></p>
<p>Zuerst mal machten wir die oertlichen Strassenhaendler gluecklich, denn was tun deutsche Touristen, wenn sie nach Namibia kommen? Sie kaufen echt verzauberte Holzmasken und aus besonderen Nuessen geschnitzte, in Null Komma Nix mit dem eigenen Namen versehene Schluesselanhaenger. Viel zu teuer natuerlich. Wer macht sich auch schon die Muehe, sich zuerst einmal umzuschauen und die Preise herauszubekommen. Rudolph, der uns seine Nuesse, pardon, Schluesselanhaenger an der Christuskirche unter die Nase hielt, bot Steffen fuenfzig Stueck davon fuer seine Nike-Turnschuhe. Irgendwie schien Steffen dieser Handel aber etwas zu einseitig. Was will man schon barfuss, dafuer aber mit einem Haufen geschnitzter Nuesse in seinem Urlaub anfangen?</p>
<p>Problemlos bekamen wir zwei Tage spaeter unseren Mietwagen, einen weissen, nagelneuen City Golf, mit dem wir noch am selben Tag in Richtung Nordwesten aufbrachen.</p>
<p>Den ersten Zwischenstopp legten wir in Okahandja ein. Da wir ausser eine Horde bettelnder Kinder — darunter wieder zwei Nussverkaeufer — nicht viel zu sehen bekamen, dehnten wir unserer Aufenthalt nicht laenger aus und flogen auf der B2 Swakopmund zu. Schliesslich war es schon spaet. In Karibib, 110 lange Kilometer weiter, tranken wir in dem Restaurant einer Frau, deren kulturelle Wurzeln eindeutig in Bayern lagen, frisch aufgebruehten Kaffee. Der musste zumindest mich fuer die naechsten drei Stunden hinterm Lenkrad wach halten.</p>
<p>Swakopmund, unser damaliges Tagesziel, liegt am Meer, am Atlantik. Bevor man es aber zu Gesicht bekommt, muss man die Namib, eine der groessten Sandwuesten der Erde, auf einer Laenge von ca. 90 Kilometern durchqueren. Swakopmund ist fest in deutscher Hand. Wo man auch hinschaut, kann man Plakate, Anschlaege und Schilder in deutscher Schrift lesen. Ich haette mich doch fast wie in einem Nordsee-Kurort gefuehlt. Nur die Palmen und die vielen einheimischen Schwarzen wollten nicht so recht ins Bild passen. Letztere gingen uns hier dann doch gehoerig auf die Nerven.</p>
<p>Kaum hatten wir den einen mit seinen selbstgeschnitzten Elefanten abgeschuettelt, da kam schon der Naechste mit den Nuessen an, die uns inzwischen schon zu staendigen Begleitern geworden waren, und erzaehlte uns, dass er zu Hause drei Kinder und eine Grossmutter sitzen habe, die er versorgen muesse. Er wuerde uns die Nuesse auch zu einem besonders guenstigen Preis ueberlassen. Meist half wirklich nur noch, sich freizukaufen. Ich fand es unangenehm, bei den Schwarzen und den Farbigen als Touristin erkannt und gleichzeitig als die reiche Weisse angesehen zu werden, die Geld im Ueberfluss hat.</p>
<p>Auch im Etosha-Nationalpark war es so. Man nahm die Touristen aus wie Weihnachtsgaense. Diesmal von staatlicher Seite. Aber schliesslich blieb uns ja nichts anderes uebrig, als die horrenden Preise fuer Futter und Uebernachtung zu loehnen, wenn wir das sehen wollten, fuer das wir hergekommen waren: Zebras, Loewen, Elefanten etc.</p>
<p>Die ersten Springboecke, die unseren Weg kreuzten oder am Strassenrand grasten, noetigten uns zu Beginn noch zu einem kurzen Stopp (Wow, schau mal, Springboecke!), waehrend sie uns im Laufe der naechsten Tage nur noch ein &#8220;Nicht schon wieder Springboecke&#8230;&#8221; entlocken konnten.</p>
<p>Elefanten gab es im Etoshapark auch im Ueberfluss, besonders an den Wasserloechern, wo man nachts auch Nashoerner und Schakale beobachten konnte. Letztere schlichen auf der Suche nach Essbarem sogar zwischen den Bungalows der Besucher herum. Die meisten Tiere bekamen wir ohne Zaun, quasi in natura zu Gesicht. Was fuer ein Gefuehl, wenn ein riesiger Elefantenbulle drei Meter neben dem Auto genuesslich die Blättchen von einem Busch zupft! Oder eine Giraffe!</p>
<p>Am dritten Tag sahen wir tatsaechlich Loewen. Nachdem sie zuvor ein Gnu gevespert hatten, lagen sie so unter einer grossen Akazie und verdauten ihr Mahl. Ich hatte noch nie soviel Respekt vor einer Katze, wie in diesen Augenblicken. Die Regel, die im Etoshapark gilt, haben wir jedenfalls verstanden: Hier haben sich die Menschen den Tieren unterzuordnen.</p>
<p>Schoen war auch, dass wir so vielen Menschen auf unserer Reise begegneten. Da waren Justus und Sarah aus Nairobi, Kenya, die wir in Swakopmund kennenlernten, dann eine Kanadierin, mit der ich mich ueber eine Stunde lang am naechtlichen Wasserloch von Fort Namutoni unterhielt. Oder Franceska. Wir trafen sie in der Baeckerei Steinbach in Tsumeb. Sie war eine richtige Mama. Wie wir spaeter herausfanden, wanderte sie vor acht Jahren aus Italien nach Namibia ein, wahrscheinlich nachdem sie den suedwester Baecker geehelicht hatte. Ihr Mundwerk stand kaum eine Sekunde still. Und binnen einer Stunde — wir hatten inzwischen jeder eine von ihr aufgeschwatzte Pizza verdrueckt — lernten wir den gesamten Haushalt kennen. Inklusive ihrer Katze Rambo Sebastian.</p>
<p>Ein besonderes Erlebnis hatten wir im fernen Sueden. In Keetmanshoop statteten wir der Farm, auf der sich der Koecherbaumwald befindet, einen Besuch ab. Der Farmer fuehrte uns in seine Werkzeughalle, wo im hintersten Winkel sein Warzenschwein Bill Clinton lag. Die zahmen Geparden waren mir da einfach symphatischer.</p>
<p>Jeden Abend um 17 Uhr werden sie gefuettert und die Besucher duerfen dabei sein. Ich kann jetzt mit Fug und Recht behaupten, einen echten Geparden gestreichelt zu haben. Sein Name war Chiki und sein Fell schmusig weich. Bis zum Schluss war ich vor ihm auf einem Eisengestell gelegen, um ein huebsches Foto von ihm und seinem Abendessen, einem Springhasen, zu bekommen. Geparden fressen ohne Zuhilfenahme ihrer Pfoten nur mit den Zaehnen und der Zunge. Die Fuesse bleiben sauber.</p>
<p>Bald bricht meine letzte Woche hier in Namibia an. Zur Zeit liege ich leider auf der Nase, hoffe aber, dass es mir bald wieder besser geht.</p>
<p>Bis bald und baie groete van Namibie.</p>
<p>Carolin</p></div>
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