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	<title>Namibia-Blog &#187; children</title>
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	<description>Neuigkeiten aus Namibia</description>
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		<title>The Namibian (4) &#8212; Erinnerungen aus Namibia</title>
		<link>http://www.namibiablog.org/2009/04/09/the-namibian-4-erinnerungen-aus-namibia/</link>
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		<pubDate>Thu, 09 Apr 2009 18:08:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>carolin</dc:creator>
				<category><![CDATA[praktikum]]></category>
		<category><![CDATA[afrikaans]]></category>
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		<category><![CDATA[keetmanshoop]]></category>
		<category><![CDATA[kleuterschool]]></category>

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		<description><![CDATA[Hallo aus Suedwest. Waehrend ich hier sitze und versuche, euch Bericht zu erstatten, hoere ich draussen ein Auto mit vor lauter Musik donnernden Boxen vorbeifahren. Wahrscheinlich sitzt die Dorfjugend drinnen. Inzwischen ist es kuehler geworden, der namibische Winter beginnt. Obwohl ich so langsam eine schoen braeunliche Farbe angenommen habe, finde ich es doch schade, morgens [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo aus Suedwest.</p>
<p>Waehrend ich hier sitze und versuche, euch Bericht zu erstatten, hoere ich draussen ein Auto mit vor lauter Musik donnernden Boxen vorbeifahren. Wahrscheinlich sitzt die Dorfjugend drinnen.</p>
<p><span id="more-46"></span></p>
<p>Inzwischen ist es kuehler geworden, der namibische Winter beginnt.</p>
<div class="serendipity_entry_extended">
<p>Obwohl ich so langsam eine schoen braeunliche Farbe angenommen habe, finde ich es doch schade, morgens und abends bald wieder laengere Hosen anziehen zu muessen. Aber Winter ist nicht gleich Winter und das ist auch gut so. In den hiesigen Gefilden hat man zu dieser Jahreszeit, zumindest vor- und nachmittags, noch um die 25 Grad Celsius. Ich werde das ueberpruefen, schliesslich habe ich diese Information nur aus Buechern.</p>
<p>In den ersten Wochen meines Aufenthalts hoerte ich mich mehr oder weniger aufmerksam in die neue Sprache hinein, erkannte hier und da einige vertraute Worte, verzweifelte immer wieder daran und nervte andauernd meine Mitmenschen mit Fragen wie &#8220;was heisst dies auf Afrikaans?&#8221;. Zunaechst waren es nur einzelne Worte, die ich mir merken konnte, viel zu wenig, um eine Konversation anzufangen. Ich traute mich auch nicht, weil ich mir mit meinem mickrigen Wortschatz selbst bloed vorkam. Am Dienstag, den 29. Maerz, meinem ersten Arbeitstag im Kindergarten, begann ich zum ersten Mal mit den Leuten Afrikaans zu sprechen.</p>
<p>Das dies nicht immer ganz leicht ist, musste ich dort erfahren. Ich stellte den Kindern einfache Fragen, Saetze, die ich mir selbst zusammengeschustert hatte, erntete statt Antworten aber nur ebenso fragende Blicke. Help! Ich muss wohl noch etwas an meiner Aussprache feilen. Oder an der Grammatik. Wohl eher an beidem.</p>
<p>Kleine Afrikaans-Exkursion:</p>
<ul>
<li>Goeie more! &#8212; Guten Morgen!</li>
<li>Ek is mooi. &#8212; Ich bin huebsch.</li>
<li>Jy is lelik. &#8212; Du bist haesslich.</li>
<li>Huilebalk (gespr.: hoeilebalk) &#8212; Heulsuse.</li>
</ul>
<p>Seitdem kamen Tag fuer Tag neue Ausdruecke und Vokabeln hinzu. Meist waren dies die in afrikanischen Kindergaerten so ueblichen Befehle wie &#8220;hoer auf!&#8221;, &#8220;sitz&#8217; richtig!&#8221;, &#8220;schau nach vorne!&#8221;, &#8220;sing!&#8221;, &#8220;Maedchen, geht auf die Toilette! Alle!&#8221;. Hier herrscht Zucht und Ordnung. Jedenfalls haetten die Erzieherinnen das gerne. Am Anfang war ich stark am Zweifeln, und bin es bisweilen noch immer, ob diese Art der Kommunikation zwischen Erwachsenen und Kindern, die fast ausschliesslich auf Aufforderungen beruht, nicht doch fehl am Platz ist. Wann immer die Frauen den Mund aufmachen, um mit den Kleinen zu &#8220;reden&#8221;, steht am Ende des Satzes ein Ausrufezeichen.</p>
<p>Vielleicht sind sie mit der Kinderschar auch ueberlastet. Waehrend man in deutschen Kindergaerten oft bis zu drei Erzieherinnen pro Gruppe findet, kommt hier eine Frau auf 25 bis 35 Zwerge. Das ist wie ein Sack Floehe hueten.<br />
Die Hauptaufgabe meines Praktikums ist also der Kindergarten. Um genau zu sein, heisst die Einrichtung &#8220;Aviat Pre-Primary School&#8221;, ist also eine Vorschule. Mutter Aviat war eine ganz besonders kinderliebe Ordensschwester, deshalb traegt jene ihren Namen.</p>
<p>Die ca. 130 Kinder, die jeden Tag dorthin geschickt werden, sind je nach Alter in vier verschiedenen Grupppen untergebracht: die Juengsten, die Drei- bis Vierjaehrigen, das sind die &#8220;Gansies&#8221;, darauf folgen die Vier- bis Fuenfjaehrigen der Butterfly-, also Schmetterlingsgruppe. Die restlichen sind in die Hasen- und Entengruppe aufgeteilt und zwischen fuenf und sechs Jahre alt.</p>
<p>Ich wechsle jede Woche das Klassenzimmer und darf die Arbeit mit einer neuen Gruppe kennenlernen. Fuer die Kinder war es sicher eine Abwechslung der besonderen Art, als ich ploetzlich bei ihnen auftauchte und anfing, dort mitzumschen. Zwei Maedchen waren besonders neugierig, wie sich wie sich ganz weisse Haut anfuehlt, und beruehrten bei jeder sich ihnen bietenden Gelegenheit meine Hand. Und das, obwohl zwei kleine weisse Jungs mit in ihrer Gruppe sind.</p>
<p>Toleranz gegenueber Andersartigen muss man ihnen gar nicht erst beibringen, denn im Kindergarten sind von Schwarz bis Weiss unzaehlige Abstufungen von Hautfarben vorhanden. Und alle wachsen &#8212; zumindest dort &#8212; wie Kinder auf, nicht wie Mitglieder verschiedener Rassen und Klassen. Das macht die Sache fuer mich so interessant. Manchmal kann ich mich kaum sattsehen. Und vergesse, dass ich eigentlich gerade die Rolle einer Co-Erzieherin inne habe; dabei wuerde ich oft soo gerne einfach mit ihnen spielen, anstatt sie zu hueten und Befehle wie &#8220;spiel&#8217; auf dem Teppich!&#8221; zu erteilen.<br />
Es bleibt mir aber meist nichts anderes uebrig, als mich fuer die &#8220;Authoritaet&#8221; zu entscheiden.</p>
<p>Letzten Samstag verliess ich mit meinem roten Fahrrad, dem Mountainbike des verstorbenen Bischoffs, die Stadt. Ich brauchte dringend Bewegung und auch etwas Abwechslung, denn immer nur Kindergarten und pastorales Zimmer macht einen mit der Zeit schon muerbe.<br />
So radelte ich also auf der B1 ein Stueck Richtung Norden und bog dann auf die Sandpiste ab, die zum Koecherbaumwald fuehrt. Ich waere gerne abgestiegen und ein wenig durch den Busch gewandert, einmal abseits der Wege laufen, was wegen der Farmzaeune meist unmoeglich ist, sah das Risiko eines eventuellen Skorpion- oder Schlangenbisses aber als zu gross an. Zumal ich ja alleine und auch nur in Sandalen unterwegs war.</p>
<p>So fuhr ich weiter, entdeckte aber trotzdem einige Geckolein und Eidechsen. An gruenem Gras und kleinen Blumen konnte man sehen, wo sich jetzt versiegte Baeche entlanggeschlaengelt hatten. Ich erinnerte mich zurueck an die Begegnung mit Dorothea im Zug von Windhuk nach Keetmanshoop. Damals schwaermte die Dame von dem saftigen Gruen, das ihr Land angeblich gerade ueberzog und freute sich daran, waehrend ich nur bei mir dachte &#8220;Wo sieht sie bloss was Gruenes? Das ist doch alles vertrocknet!&#8221;. Letztendlich ist das Ansichtssache, aber ich habe den Regen schnell zu schaetzen gelernt.</p>
<p>Seit Ostern hatte es nicht mehr geregnet. Gestern aber oeffnete der Himmel seine Schleussen und es kam viel zu viel Wasser auf einmal herunter. Die voellig ausgetrocknete Erde konnte das alles gar nicht schnell genug aufnehmen. Binnen Stunden fuellten sich die sandigen Flussbetten und wurden zu richtigen Flussen, an vielen Ecken sammelte sich das Wasser, von wo es erst in den naechsten Tagen wieder abfliessen wird. Im Sandkasten unseres Kindergartens kann man nun chwimmen. Das Wasser steht 30 cm hoch darin.</p>
<p>Fuer heute soll das genuegen. Das Prozedere um den Papst und sein Ableben bekommen wir hier fast live mit, da Miss Cathline fuer ihr Leben gern den lieben langen Tag <span class="caps">CNN</span> schaut. Wir sind also bestens informiert.</p>
<p>(&#8230;)</p>
<p>Liebe Gruesse aus dem Land der Eidechsen.</p>
<p>Carolin</p></div>
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